Unterwegs in den Bergen
Urlaub in den Bergen ist beliebter denn je. Um diese Entwicklung in geordneten Bahnen zu lenken, ist der Zustand der alpinen Wege und Steige von großer Bedeutung: Ein intaktes Wegenetz ermöglicht vielfältige Naturerlebnisse und fördert die ökologische Sensibilität, ohne die Natur unnötig zu belasten.
Die Instandhaltung von Wegen und Steigen in den Alpen wird zum größten Teil und seit Generationen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Alpenvereinssektionen geleistet. Jede Sektion ist dabei für ihr Arbeitsgebiet - zumeist im Umfeld der sektionseigenen Hütten - verantwortlich. Insgesamt betreuen die Sektionen des DAV 178
Arbeitsgebiete in den gesamten Ostalpen.
Auf die Erschließung neuer Wege verzichtet der DAV bewusst. Die Pflege, Sanierung und Markierung bestehender Wege begreift er hingegen als Beitrag zur Bewahrung des Lebens- und Erfahrungsraumes "Alpen" - und als Beitrag zur Sicherheit von Bergsportlern. So werden zum Beispiel Wegabschnitte repariert, wenn sie im Winter durch Lawinenabgänge zerstört worden sind, Drahtseilversicherungen an exponierten Stellen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert oder Wegabscheider renaturiert.
Ein herausragendes Wegeprojekt der jüngsten Zeit ist die "Via Alpina", ein grenzüberschreitender Wanderweg entlang des gesamten Alpenbogens. Der Weitwanderweg hat insgesamt 350 Etappen, verläuft nur auf bereits bestehenden Wegen und schlägt eine Brücke zwischen allen acht Alpenstaaten. In Deutschland hat der DAV als nationales Sekretariat die Verantwortung für die Via Alpina übernommen.
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